L2 Amtliche Darstellung

L2 Amtliche Darstellung

L2 Amtliche Darstellung Absturz Marineluftschiff

Marineluftschiff L2 – Zeppelin LZ 18

L2 Amtliche Darstellung zum Absturz des Marine-Luftschiff L2 (Zeppelin LZ 18)

Die amtliche Darstellung gibt an: Das Marineluftschiff  L2 befand sich seit seiner Übernahme durch die Marine im Probefahrtsverhältnis und sollte heute vormittag 8 Uhr zu einer in den Abnahmebedingungen vorgesehenen kurzen Höhenfahrt von Johannisthal aus aufsteigen.

An Bord befanden sich von der

 

etatsmäßigen Besatzung:

Der Kommandant, der Marineingenieur und 13 Mann;

ferner vom Reichsmarineamt:

die Luftschiffabnahmekommission, bestehend aus einem Offizier,
zwei höheren Baubeamten, einem Marineingenieur und drei technischen Sekretären;

von der Zeppelinwerft:

ein Luftschiffkapitän, ein Ingenieur und zwei Monteure;

ferner ein Kapitänleutnant als Kommandantenschüler und ein Armeeoffizier als Gast,

im ganzen also 28 Personen.

 

Um das durch das Abnahmepersonal von Marine und Werft bedingte Mehrgewicht auszugleichen, waren fünf Personen der normalen Besatzung und ferner folgende Ausrüstungsteile zurückgelassen worden: Alle Außenbordteile und der Sender der Funkeinrichtung, Scheinwerfer und Armierung.

Kurz nach 8 Uhr vormittags wurde das Schiff aus der Halle geholt und stieg nach sorgfältiger Erprobung aller Teile, vor allem auch der Motoren, und nach Auswechselung einer Zündmaschine in der hinteren Gondel um 10 Uhr 16 Min. vormittags auf. Es erreichte rasch eine Höhe von etwa 200 Metern.

Um 10 Uhr 19 Min. wurde von zuverlässigen Persönlichkeiten beobachtet, daß im ersten Drittel der vorderen Motorengondel zwischen Gondel und Hülle eine Flammengarbe entstand, die zunächst das Vorschiff bis zur Spitze in Brand setzte. Das Feuer breitete sich schnell nach hinten aus und zerstörte die äußere Hülle. Für einen kurzen Augenblick waren die hinteren Gaszellen noch unverletzt sichtbar, wurden dann aber gleichfalls vom Feuer ergriffen.

In höchstens zwei bis drei Sekunden stand das ganze Schiff in Flammen und eine Explosion wurde aus etwa 700 Meter Entfernung gehört. Gleichzeitig senkte sich das Luftschiff und fiel zuerst horizontal, dann sich langsam mit der Spitze nach unten neigend bald auf etwa 40 Meter Höhe vom Erdboden. Hier erfolgte eine zweite Explosion, die, wie aus der schwarzen Rauchentwicklung zu schließen war, vermutlich von Benzin herrührte. Beim Anprallen auf den Erdboden erfolgte eine dritte, jedoch schwächere Explosion. Das Gerippe stürzte in sich zusammen.

Die Haltemannschaften der Marineluftschiff-Abteilung eilten im Laufschritt nach der etwa 700 Meter entfernten, an der Rudower Chaussee gelegenen Unfallstelle. Hier waren schon Mannschaften einer in der Nähe übenden Pionierabteilung eingetroffen. Mit diesen wurden die Bergungsarbeiten aufgenommen. Ärztliches Personal war sofort zur Stelle. Nach kurzer Zeit erschienen auch die  Johannisthaler Feuerwehr und mehrere Krankenautomobile der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft (AEG). Von den Insassen des Luftschiffes wurden zwei Mann lebend, außerhalb der Trümmer liegend, vorgefunden; aus den Trümmern selbst wurden der schwer verletzte Leutnant Freiherr von Bleuel befreit. Sämtliche übrigen 25 Insassen, die nach und nach in den Trümmern gefunden wurden, gaben kein Lebenszeichen mehr von sich.

Von den drei Überlebenden starb einer an der Unfallstelle, der zweite auf dem Transport in das Krankenhaus Britz, wo Leutnant Freiherr von Bleuel noch als einziger Überlebender mit lebensgefährlichen Verbrennungswunden darniederliegt.

Die übrigen im Luftschiff Befindlichen sind noch während des Absturzes oder spätestens beim Aufprall getötet worden, da die meisten Toten außer Verbrennungen schwere Verletzungen des Rumpfes und der Wirbelsäule, sowie Schädelbrüche aufweisen.

Die Unfallstelle wurde sofort militärisch abgesperrt und bewacht. Aus den bisherigen Beobachtungen ergibt sich zunächst, daß die Ursache des Unfalles in einer Entzündung zu suchen ist, die nicht im Innern des Luftschiffes, sondern in oder über der vorderen Motorengondel entstand. Es wird versucht werden, durch genaue Untersuchungen der Überbleibsel über die Entstehungsursache Genaueres in Erfahrung zu bringen.

Die Marine sieht sich in kurzer Zeit einem neuen, schweren Unglücksfall gegenüber, der sie ihres neuesten Luftschiffes beraubt hat. Sie betrauert den Tod vieler braver Männer, die ihr Leben für das Vaterland gelassen haben.

L2 Destroyed Zeppelin airships

L2 Destroyed Zeppelin airships

The unfortunate history of the Zeppelin airships is great, greater than that of another type. By the yesterday Friday destroyed Naval Airship “L2” the number of those Zeppelin airships, which have been destroyed by accidents, is swollen to ten, spread over a period of seven years.

 

 

16. January 1906 The first was the “LZ 2”, which fell victim to a storm in the Allgäu, he was followed on
4. August 1908 of the “LZ 4”, which was destroyed at Echterdingen, then on
25. April 1909 the “LZ 5”, which crashed in Weilburg.
28. June 1910 In the forest Teutoburg Delag airship “Germany” was stranded, a short time later, on
15. September 1910 burned the “LZ 6” in its hangar at Baden-Oos.
Mid June 1912 burned the “LZ 8” in the hall to Friedrichshafen almost completely. 
Then occurred only after prolonged 
Pause on
19. March of this year the disaster of the airship “Ersatz Z II” in Karlsruhe and at the
9. September 1913 the destruction of the Navy airship “L 1” in the vicinity of Heligoland, the maneuvers of the fleet in the North Sea.
17. October 1913 Now the second Naval Airship “L 2” has succumbed of the destruction.

 

 

 

L2 Zerstörte Zeppelin-Luftschiffe

L2 Zerstörte Zeppelin Luftschiffe

 

Die Unglückschronik der Zeppelinluftschiffe ist groß, größer als die eines anderen Typs. Mit dem am gestrigen Freitag vernichteten MarineLuftschiff “L 2” ist die Zahl derjenigen ZeppelinLuftschiffe, die durch Unglücksfälle vernichtet worden sind, auf zehn angeschwollen, die sich auf einen Zeitraum von sieben Jahren verteilen.

 

16. Januar 1906 Das erste war der “LZ 2”, dereinem Sturm im Allgäue zum Opfer fiel, ihm folgte am
4. August 1908 der “LZ 4”, der bei Echterdingen vernichtet wurde, dann am
25. April 1909 der “LZ 5”, der bei Weilburg verunglückte.
28. Junii 1910 Im Teutoburger Walde strandete das Delag-Luftschiff “Deutschland”, kurze Zeit darauf, am
15. September 1910 verbrannte der “LZ 6” in seiner Halle zu Baden-Oos.
Mitte Juni 1912 verbrannte der “LZ 8” in der Halle
zu Friedrichshafen fast vollständig.
Dann erfolgte erst nach längerer
Pause, am
19. März d. J. die Katastrophe des Luftschiffes “Ersatz Z II” in Karlsruhe und am
9. September 1913 die Vernichtung des MarineLuftschiffs “L 1” in der Nähe von Helgoland, bei den Manövern der Hochseeflotte in der Nordsee.
17. Oktober 1913 Jetzt ist das zweite MarineLuftschiff “L 2” der Zerstörung anheimgefallen.

 

 

L2 The Committee

L2 The Committee

 

Pictures of the commission of the
Naval Airship L2 (Zeppelin LZ 18)

Zeppelin LZ 18 - Marine-Luftschiff L2 - Kommission 

1. Captain Lieutnant Freyer (Commander “L 2”)+, 2. Inspector Neumann +,
3. Navy Chief Engineer Busch+, 4. Captain Gluud+, 5. Captain Lieutenant Trenk,
6. Lieutenant Commander Behnisch +, 7. Navy Chief Engineer Haußmann +.

 

From the Imperial Navy Office:
 Korvettenkapitän Behisch
Lieutenant Commander Behnisch
Lieutenant Commander Behnischwho has reached the age of 43 years, stood for 15 years in the naval service. His commission as Lieutenant Commander dated 27 March 1909. He was most recently commander of the gunboat “Panther” and was appointed two years ago in the Imperial Navy, where he served as departmental head for aviation. Behnisch was the son of the 1911 deceased Director of Görlitz engineering and foundry corporation. He attended the Görlitz high school and then joined the Navy. He stayed veryten in Görlitz and visited his, living on the Mühlberg, mother and his married sister. The news of is death reached the relatives in the first hour of the afternoon by a telegram from Berlin.

 

 Baurat Neumann

Baurat Neumann
 

Navy enginebuilding master Otto Neumann, who on 28 June 1900 joined the Navy, had the rank of  a captain lieutenant. He was just recently detached from the shipyard to Wilhelmshaven to the Imperial Navy Office, where he was placed under the Department for maintenance of ship machinery and ship-building factory.

His job during the tests of the “L 2” was to examine the machine Anlagenzu, especially the engines, the message body, etc.

  Baumeister Felix Pietzker
Shipbuilding master Pietzker
 
Navy shipbuilding master Felix Pietzker was approved in October 1908 by the Imperial Navy-Office as a lecturer in the Department for ship and marine engineering. His specialty were the questions of local strength of the hull. He went on 2 October 1903 in the Navy and on 8 December 1906 the Imperial Navy-Office assigned as a naval architect.Pietzker was in the section for the aviation of the Imperial Navy-Office Technical Advisory Council. Only in the October issue of the “Marine-Rundschau”, he published a very interesting article on the basics of naval aviation. He was also pilot and aircraft designer and repeatedly sent officially to France to study on airplane contests.

He is survived by his wife Frieda (geb. Knaths).
 

The book of naval ship building master Felix Pietzker, “Festigkeit der Schiffe”, in which he explained how the strength of hulls from this period can be captured arithmetically, is still available as a reprint.
From the Naval Airship Department:
 Kapitänleutnant Alexander Trenk
Captain Lieutenant Trenk
 
Catain Lieutenant Alexander Trenk has been recently airship commander in the Navy airship division under Lieutenant Commander Metzing. He was also the commander of a torpedo boat at the firs Torpedo Division.
Trenk, who already belonged to the department for several months, should take the next naval air cruiser after it was completed under his command
He joined the Navy 2 April 1900.
 
 Marine-Oberingenieur Busch
Navy Chief Engineer Busch
Particularly tragic is the fate of the Navy chief engineer Busch, who was killed in the accident. Chief engineer Busch joined the Navy Corps of Engineers 1 April 1893. His patent dated 22 March 1910. Two years later he was detached to the Imperial Navy Office, where he worked in the department for naval equipment.He actually belonged to the crew of the naval Airship “L1” that was wrecked in Heligoland. Busch should also participate in that unfortunate trip, but he was assigned at the last minute to attend the first great voyage of the “L2” from Friedrichshafen to Johannistal. That time he ecaped the certain death.

Busch was married and leaves behind besides his widow, two sons aged two and four years.

 

 Marine-Oberingenieur Haußmann
Navy Chief Engineer Haußmann
 
The killed in the accident Navy chief engineer Haußmann belonged to the Navy since 1 April 1898. His patent dated 22 March 1910. Two years later he was detached to the Imperial Navy, where he worked in the department of naval equipment. On 22 March 1913 he was assigned to the Naval Air Division. He was unmarried.
 
From the Zeppelin Shipyard:
 Kapitän Glund
Captain Gluud
Captain Ferdinand Gluud was an employee of the Zeppelin airship construction company. He had the leadership of the “Z IV” as the decrease commission visited the airship.

Mrs. Captain Gluud reached the terrible news of he death of her husband when she returned home from a visit to the Countess Zeppelin. Captain Gluud was on request of his wife buried in his hometown Bremen.

Captain Gluud leaves beside of his wife a six year old daughter behind. 
 

 

L2 Die Kommission

L2 Die Abnahme-Kommission

Bilder der Abnahme-Kommission
des Marine-Luftschiff L2 (Zeppelin LZ 18)

Zeppelin LZ 18 - Marine-Luftschiff L2 - Kommission

1. Kapitänleutnant Freyer (Kommandant “L 2”)+, 2. Baurat Neumann +,
3. Marine-Oberingenieur Busch+, 4. Kapitän Gluud+, 5. Kapitänleutnant Trenk +, 6. Korvettenkapitän Behnisch +, 7. Marine-Oberingenieur Haußmann +.

Vom Reichsmarine-Amt:

 Korvettenkapitän Behisch
Korvettenkapitän Behnisch
Korvettenkapitän Behnischder ein Alter von 43 Jahren erreicht hat, stand seit 15 Jahren im Marinedienst. Sein Patent als Korvettenkapitän datiert vom 27. März 1909. Er war zuletzt Kommandant des Kanonenboots “Panther” und wurde vor zwei Jahren ins Reichsmarineamt berufen, wo er als Dezernent für das Luftfahrwesen tätig war.  

Behnisch war der Sohn des 1911 verstorbenen Direktors der Görlitzer Maschinenbau- und Eisengießerei Aktiengesellschaft. Er besuchte das Görlitzer Gymnasium und ging dann zur Kriegsmarine. Er weilte sehr oft in Görlitz und besuchte seine auf dem Mühlberg wohnende Mutter und seine verheiratete Schwester. Die Nachricht von seinem Tode erhielten die Angehörigen in der ersten Nachmittagsstunde durch ein Telegramm aus Berlin.

 

 Baurat Neumann
Baurat Neumann
Marine-Maschinenbaumeister Otto Neumann, der am 28. Juni 1900 in die Marine eintrat, hatte den Rang eines Kapitänleutnants. Er war erst neuerdings von der Werft zu Wilhelmshaven zum Reichs-Marine-Amt kommandiert, wo ihm das Dezernat für Instandhaltung der Schiffsmaschinen und für Schiffsmaschinenbaubetrieb unterstellt war.

Seine Aufgabe bei den Probefahrten des “L 2” war es, die maschinellen Anlagen zu prüfen; vor allem die Motoren und die Funksprucheinrichtung.

  Baumeister Felix Pietzker
Baumeister Pietzker
Marine-Schiffbaumeister Felix Pietzker wurde Oktober 1908 vom Reichsmarine-Amt als Privatdozent in der Abteilung für Schiff- und Schiffmaschinenbau zugelassen. Sein Spezialfach waren die Fragen lokaler Festigkeit des Schiffkörpers. Er trat am 2. Oktober 1903 in die Marine ein und wurde am 8. Dezember 1906 dem Reichsmarineamt als Schiffsbaumeister zugewiesen.

Pietzker war in der Sektion für das Luftfahrwesen im Reichsmarine-Amt technischer Beirat. Erst in dem Oktoberheft der “Marine-Rundschau” veröffentlichte er einen überaus interessanten Artikel über die Grundlagen der Marineluftschiffahrt. Er ist auch Flugzeugführer und Flugzeugkonstrukteur gewesen und wiederholt amtlich nach Frankreich zum Studium auf Flugzeugwettbewerbe geschickt worden.

Er hinterlässt seine Gattin Frieda (geb. Knaths).

Das Buch von Marine-Schiffbaumeister Felix Pietzker,  “Festigkeit der Schiffe”, in dem er erläutert, wie sich die Festigkeit von Schiffskörpern aus dieser Zeit rechnerisch erfassen lässt, ist heute noch als Nachdruck erhältlich.

 

 

Von der Marine-Luftschiffabteilung:

 Kapitänleutnant Alexander Trenk
Kapitänleutnant Trenk
Kapitänleutnant Alexander Trenk war zuletzt Luftschiffkommandant bei der Marineluftschifferabteilung unter Korvettenkapitän Metzing. Zugleich war er Kommandant eines Torpedobootes der ersten Torpedodivision.

Trenk, der bereits der Abteilung mehrere Monate angehörte, sollte den nächsten Marineluftkreuzer nach seiner Fertigstellung unter sein Kommando nehmen.

Er trat am 2. April 1900 in die Marine ein.

 Marine-Oberingenieur Busch
Marine-Oberingenieur Busch
Besonders tragisch ist das Schicksal des Oberingenieurs Busch, der bei dem Unglück sein Leben ließ.  Oberingenieur Busch trat am 1. April 1893 in das Marine-Ingenieurkorps ein. Sein Patent datiert vom 22. März 1910. Zwei Jahre später wurde er zum Reichsmarineamt kommandiert, wo er im Dezernat für Schiffsausrüstung tätig war. Er gehörte eigentlich zu der Besatzung des Marineluftschiffes “L 1”, das bei Helgoland unterging. 

Busch sollte auch an jener Unglücksfahrt teilnehmen, er wurde aber im letzten Augenblick abkommandiert, um an der ersten großen Fahrt des “L 2” von Friedrichshafen nach Johannisthal teilzunehmen. Dadurch entging er damals dem sicheren Tode.

Busch war verheiratet und hinterläßt außer seiner Witwe zwei Söhne im Alter von zwei und vier Jahren.

 Marine-Oberingenieur Haußmann
Marine-Oberingenieur Haußmann
Der verunglückte Marine-Oberingenieur Haußmann gehörte der Marine seit dem 1. April 1898 an. Sein Patent datiert vom 22. März 1910. Zwei Jahre später wurde er zum Reichsmarineamt kommandiert, wo er im Dezernat für Schiffsausrüstung tätig war. Am 22. März 1913 wurde er der Marineluftabteilung zugeteilt. Er war unverheiratet.

Von der Zeppelin-Werft:

 Kapitän Glund
Kapitän Gluud
Kapitän Ferdinand Gluud war ein Angestellter der Luftschiffbaugesellschaft Zeppelin. Er hatte im April 1913 die Führung des “Z IV”, als die Abnahmekommission das Luftschiff besichtigte.

Frau Kapitän Gluud erreichte die furchtbare Nachricht vom Tode ihres Mannes, als sie von einem Besuch der Gräfin Zeppelin nach Hause zurückkehrte. Kapitän Gluud wurde auf Wunsch seiner Gattin in seiner Heimatstadt Bremen beigesetzt.

Kapitän Gluud hinterläßt außer seiner Gattin noch ein sechsjähriges Töchterchen.

 

 

L2 The Crew

L2 The Crew

 Pictures of the crew of the Naval Airship L2 (Zeppelin LZ 18)

Zeppelin LZ 18 - Marine-Luftschiff L2 - Besatzung

1. Maschinist Lasch+, 2. Steuermann Pittelkow+, 3. Oberbootsmannsmaat Zeidler, 4. Signalmaat Kluge+, 5. Funken-Telegr.-Gast Klee, 6. Obermaschinistenmaat Focken+, 7. Obersignalmaat Widey, 8. Obermaschinistenmaat Keibel+, 9. Bootsmannsmaat Werner+, 10. Obermaschinistenmaat Deckert+, 11. Kapitänleutnant Freyer (Kommandant “L 2”)+, 12. Oberleutnant z. S. Hirsch (Wachoffizier “L 2”), 13. Segelmachersmaat Müller+, 14. Maschinistenmaat Weber+, 15. Obermaschinistenmaat Paethe+, 16. Obermaschinistenmaat Dressel+, 17. Marine-Oberingenieur Haussmann (Leitender Ingenieur “L 2”)+, 18. Funken-Telegr.-Gast Groß, 19. Maschinistenmaat Fricke+.

Die mit dem Marine-Luftschiff verunglückten L2 Besatzung -Mitglieder:

 

L2 Die Besatzung

L2 Die Besatzung

Bilder der Besatzung des Marine-Luftschiff L2 (Zeppelin LZ 18)

Zeppelin LZ 18 - Marine-Luftschiff L2 - Besatzung

1. Maschinist Lasch+, 2. Steuermann Pittelkow+, 3. Oberbootsmannsmaat Zeidler, 4. Signalmaat Kluge+, 5. Funken-Telegr.-Gast Klee, 6. Obermaschinistenmaat Focken+, 7. Obersignalmaat Widey, 8. Obermaschinistenmaat Keibel+, 9. Bootsmannsmaat Werner+, 10. Obermaschinistenmaat Deckert+, 11. Kapitänleutnant Freyer (Kommandant “L 2”)+, 12. Oberleutnant z. S. Hirsch (Wachoffizier “L 2”), 13. Segelmachersmaat Müller+, 14. Maschinistenmaat Weber+, 15. Obermaschinistenmaat Paethe+, 16. Obermaschinistenmaat Dressel+, 17. Marine-Oberingenieur Haussmann (Leitender Ingenieur “L 2”)+, 18. Funken-Telegr.-Gast Groß, 19. Maschinistenmaat Fricke+.

Die mit dem Marine-Luftschiff verunglückten L2 Besatzung -Mitglieder:

 

L2 The Naval Airship

 The Naval Airship L2

 

Zeppelin LZ 18 - Marine-Luftschiff L2 

The navy airship “L2” was the largest of all the Zeppelin airships ever built.

A similar catastrophe, as it has affected the “L 1”, appeared to the “L 2”,  which had twice the reserve ballast, quite impossible.

The prevailing air-currents at sea, which are more constant than in the country, but therefor act with even greater force, had also made a reinforcement of engine power necessary. The machinery of 720 horsepower are capable to defy even strong storms.

But also outwardly the “L2” did not differ insignificantly from the first naval airship. The heavy service, that officers and crew had on seafarings in the same way, had made a greater protection of the crew and, even though small, comfort necessary. Thus the accomodations situated on the gangway were created more practical than before. The system of wireless telegraphy had been substantially increased. Two radio operators shared the operation of the instruments. 

One innovation was the installation of the two powerful spotlights, which were not fed as before by an accumulator battery, but by a dynamo, whose drive was caused by one of the motors in the front gondola. In the middle of the ship there was a platform attached to the air crusier’s back, which offered place to four or five people. There could also a revolving gun been set up, which was designed so that the area under the ship could be swept up to an angle of up to 45 degrees. 

The airship had a length of 160 meters, a diameter of 16 1 / 2 feet, had a control gondola, and two engine gondolas, each with two engines.

The gas content of the 18 cells was calculated to 27,000 cubic meters. The four engines, of which the two in front developed each 150, the ones rear each 200 horsepower, were – according to the Maybach’s principle- built in Friedrichshafen.

The crew consisted of 3 officers, 4 mates, and 12 mechanics. Due to its high load capacity, the crew could be doubled in case of emergency. According to the calculations of the engineers of the Zeppelin airship company should this be the first airship that would have been able to run without any greater risk the voyage across the ocean to America.

L2 Das Luftschiff

 Das Marine-Luftschiff L2

Das Marine-Luftschiff L2

Der Marineluftkreuzer “L 2” war das größte aller bisher gebauten Zeppelin-Luftschiffe.

Eine ähnliche Katastrophe, wie sie den “L 1” betroffen hat, erschien bei dem “L 2”, der über eine doppelt so große Ballastreserve verfügte, ziemlich ausgeschlossen.

Die auf See herrschenden Luftströmungen, die zwar konstanter sind als auf dem Lande, dafür aber auch mit um so größerer Gewalt aufzutreten pflegen, hatten ferner eine Verstärkung der Motorenkraft notwendig gemacht. Die Maschinenanlagen von 720 Pferdestärken vermöchten selbst starken Stürmen zu trotzen.

Aber auch äußerlich unterschied sich “L 2” von dem ersten Marine-Luftschiff nicht unwesentlich. Der schwere Dienst, den Offziere und Mannschaften in gleicher Weise auf Seefahrten haben, hatte einen größeren Schutz der Besatzung und eine, wenn auch geringe, Bequemlichkeit notwendig gemacht. So waren die in dem Laufgange untergebrachten Unterkunftsräume praktischer als bisher angelegt. Die Anlage für drahtlose Telegraphie war wesentlich vergrößert worden. Zwei Funker teilten sich in die Bedienung der Apparate.

Eine Neuerung war auch die Anlage der beiden mächtigen Scheinwerfer, die nicht wie bisher durch eine Akkumulatorenbatterie, sondern durch eine Dynamomaschine gespeist wurden, deren Antrieb durch einen der Motoren in der vorderen Gondel bewirkt wurde.  In der Mitte des Schiffes war auf dem Rücken des Luftkreuzers eine Plattform angebracht, die vier bis fünf Personen Platz bot. Hier konnte auch ein drehbares Geschütz aufgestellt werden, das so konstruiert war, daß das Gelände unter dem Schiffe bis zu einem Winkel bis zu 45 Grad bestrichen werden konnte.

Das Luftschiff hatte eine Länge von 160 Metern, einen Durchmesser von 16 1/2 Metern, besaß eine Führergondel und zwei Maschinengondeln mit je zwei Motoren. Der Gasinhalt der 18 Zellen war auf 27.000 Kubikmeter berechnet. Die vier Motoren, von denen die beiden vorderen je 150, die hinteren je 200 Pferdestärken entwickelten, waren nach dem Maybachschen Prinzip in Friedrichshafen erbaut.

Die Besatzung bestand aus 3 Offizieren, 4 Steuerleuten und 12 Mechanikern. Infolge seiner hohen Tragkraft konnte die Mannschaft im Notfalle verdoppelt werden. Nach den Berechnungen der Ingenieure der Zeppelin-Gesellschaft sollte dieses Luftschiff das erste sein, das imstande gewesen wäre, ohne größeres Risiko die Fahrt über den Ozean nach Amerika auszuführen

L2 Home

Berlin, 17.10.1913

“L 2” in der Luft verbrannt!

Das Marineluftschiff explodiert und abgestürzt.
Sämtliche 28 Insassen ums Leben gekommen.

Zeppelin LZ 18 - Marine-Luftschiff L2

Am 17.10.1913 stürzte der Zeppelin LZ 18 (Marine-Luftschiff L2)
über Johannistal bei Berlin ab.

Diese Seiten geben einen Teil der damaligen Berichterstattung
über das Unglück wieder.

Gewidmet:
unserem Großvater Kaiserl. Marine-Oberingenieur Hans Busch, + 17.10.1913
und unserem Vater Marine-Oberstabsarzt a. D. Dr. med. Karl-Richard Busch, + 18.3.1982

sowie allen Opfern und deren Familien.

© 2001-2018 D. K. Busch